Was ist PMS?
Als prämenstruelles Syndrom (PMS), gelegentlich auch prämenstruelles Spannungssyndrom, wird ein Beschwerdebild bezeichnet, das bei vielen Frauen in der zweiten Zyklushälfte einsetzt.
PMS umfasst ein breites Spektrum an Symptomen, von denen mindestens eines bei schätzungsweise 75 % aller Frauen jeden Monat auftritt. Zu den Beschwerden gehören
Druckempfindlichkeit der Brüste
Depressionen
Angstzustände
Kopfschmerzen
Müdigkeit
Reizbarkeit und Aggressionen
Gasansammlungen im Bauch
Heißhungerattacken
PMS-Symptome kommen am häufigsten bei Frauen zwischen 20 und 40 vor, allerdings können alle Frauen, die noch menstruieren, betroffen sein. Zumeist sind die Beschwerden nur leicht bis mäßig ausgeprägt, aber einige Frauen leiden unter einer besonders schweren Form des PMS, der prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS).
Wie entsteht PMS?
PMS ist vermutlich eine Reaktion Ihres Körpers auf zyklusbedingte Veränderungen des Hormonspiegels, aber niemand weiß genau, wodurch es ausgelöst wird. Es wird auch angenommen, dass chemische Veränderungen im Gehirn an PMS beteiligt sind und die Ernährung ebenfalls eine Rolle spielt (z.B. salzhaltige Speisen und koffeinhaltige Getränke).
Woran merke ich, ob ich PMS habe?
Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, PMS zu diagnostizieren, aber keinen gezielten Test. Auch andere Erkrankungen können ähnliche Symptome wie PMS hervorrufen, daher sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen.
Um Ihrem Arzt die Diagnose zu erleichtern, könnten Sie beispielsweise 3 bis 4 Monate lang ein Tagebuch führen, in dem Sie alle körperlichen oder seelischen Symptome und die Tage der Regelblutung notieren. Sie sollten auch jeden Tag vermerken, wie Sie sich fühlen. Nach 3 oder 4 Monaten können Sie vermutlich schon ein Muster der Symptome erkennen. Dieses Muster kann sich zwar von Zyklus zu Zyklus unterscheiden, aber bei den meisten Frauen mit PMS klingen die Symptome sehr schnell ab, sobald die Blutung einsetzt. Sie können Ihren Arzt auch dadurch bei der Diagnose unterstützen, indem Sie ihn auf die Zeiten während Ihres Zyklus hinweisen, in denen Sie vollständig symptomfrei sind.
Was kann ich tun, um die Symptome zu lindern?
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die Symptome zu lindern, aber bis Sie die optimale Methode gefunden haben, müssen Sie möglicherweise Verschiedenes ausprobieren.
Auf alle Fälle ist es günstig, wenn Sie ausreichend trinken und sich ausgewogen ernähren. Sie sollten möglichst viel frisches Obst und Gemüse zu sich nehmen und weitgehend auf Salz, Zucker und verarbeitete Nahrungsmittel verzichten. Viele Frauen haben festgestellt, dass sie weniger PMS-Symptome haben, wenn sie keine koffeinhaltigen Getränke (z.B. Tee, Kaffee und Cola) und keinen Alkohol trinken. Um PMS-Symptome abzumildern, wird die Einnahme von Vitamin B6 und Nachtkerzenöl empfohlen.
Auch regelmäßige Bewegung kann helfen, in erster Linie, weil körperliche Belastung Stress und Spannungen abbaut und die Stimmung verbessert. Wenn Sie unter PMS leiden, stellen Sie möglicherweise fest, dass Gehen, Schwimmen oder Laufen Ihre Symptome lindert – versuchen Sie ein Bewegungstraining dreimal wöchentlich 30 Minuten lang.
Wenn Sie durch diese einfachen Umstellungen Ihrer Lebensweise Ihr PMS nicht in den Griff bekommen, kann Ihnen Ihr Arzt auch die Pille verordnen, die sich als hilfreich erwiesen hat. Möglicherweise möchte Ihr Arzt Sie auch mit einem anderen Hormonpräparat behandeln, in besonders schweren Fällen von PMS werden gelegentlich auch Antidepressiva eingesetzt.
Wie auch immer sich PMS bei Ihnen äußert, es ist immer hilfreich, wenn Sie möglichst genau wissen, wann Symptome auftreten und um welche Symptome es sich handelt.