Wenn Sie planen, ein Kind zu bekommen, sollten Sie sich rechtzeitig über Ihre allgemeine körperliche Verfassung und Ihren Lebensstil Gedanken machen, am besten schon einige Monate bevor Sie die Verhütung absetzen. Vielleicht gibt es einige medizinische Aspekte, über die Sie noch nicht nachgedacht haben, beispielsweise die Überprüfung Ihres Impfschutzes. Es lohnt sich auf jeden Fall, bei einem Arzt einen Check-up durchführen zu lassen.
Bei einigen Verhütungsmethoden können Sie sofort nach dem Absetzen versuchen, schwanger zu werden. Dies gilt beispielsweise für Kondom, Femidom, Diaphragma, Pessar oder die natürliche Familienplanung.
Bei anderen Methoden dagegen, etwa bei der kombinierten Pille oder bei der Injektion von hormonellen Verhütungsmitteln („3-Monats-Spritze“), kann es einige Zeit dauern, bis sich der Zyklus nach Absetzen der Verhütung normalisiert. Es ist daher ratsam, die Pille bereits einige Monate vor dem angestrebten Eintritt der Schwangerschaft abzusetzen.
Es lohnt sich, vorausschauend auf gesunde Ernährung zu achten: Wenn Sie sich schon vor der Schwangerschaft bewusst ernähren, verfügen Sie bereits ab dem Tag der Empfängnis über all die Nährstoffe, die Ihr Kind benötigt. Essen Sie regelmäßig und ausgewogen, nehmen Sie viel frisches Obst und Gemüse zu sich, und verzichten Sie möglichst auf Fastfood und Fertiggerichte. Die Nahrung sollte Folgendes enthalten:
Kohlenhydrate: Komplexe Kohlenhydrate, die unter anderem in Nudeln, Reis und Zerealien enthalten sind, eignen sich besser als die stark verarbeiteten Kohlenhydrate aus Weißbrot, Kuchen und Keksen.
Obst und Gemüse: Versuchen Sie, täglich fünf Portionen davon zu essen (d. h. unterschiedliche Sorten). Dabei gilt: Je farbintensiver ein Obst oder Gemüse ist, desto nährstoffreicher ist es.
Proteine: Die benötigten Proteine liefern Fleisch, Fisch, Eier, Bohnen und andere Hülsenfrüchte.
Milch und Milchprodukte: Der hohe Gehalt an Kalzium fördert die Knochenentwicklung.
Fett: Das aufgenommene Fett sollte möglichst aus pflanzlichen Quellen (z. B. Olivenöl) stammen oder aus ölreichen Fischen wie Lachs, Hering oder Makrele.
Viele Gesundheitsbehörden raten Frauen zur Einnahme von Folsäurepräparaten mit einer Dosis von 400 µg pro Tag, sobald eine Schwangerschaft gewünscht wird, und dann bis in die 12. Woche der Schwangerschaft. Folsäurehaltige Nahrungsergänzungsmittel unterstützen die gesunde Entwicklung des kindlichen Rückenmarks.
Zusätzlich empfiehlt es sich, während der Schwangerschaft reichlich Vitamine zu sich zu nehmen. Allerdings sollten Vitaminpräparate immer nur Ergänzung einer gesunden Ernährung sein, kein Ersatz dafür.
Die Schwangerschaft und die anschließende Versorgung des Neugeborenen stellen eine große körperliche Belastung dar. Deshalb sollten Sie fit sein. Wenn Sie bereits vor der Schwangerschaft in guter körperlicher Verfassung sind, wird es Ihnen leichter fallen, während der Schwangerschaft aktiv zu bleiben. Sportliche Betätigung hebt nicht nur die Laune und schafft Energiereserven, sondern hilft auch beim Stressabbau, ein wichtiger Aspekt im Zusammenhang mit der Empfängnisbereitschaft.
Wenn Sie untergewichtig sind, kann eine Gewichtszunahme erforderlich sein. Die Natur verhindert auf ihre Weise, dass zu schlanke Frauen schwanger werden. Andererseits kann auch Übergewicht die Schwangerschaft verhindern. Bevor Sie versuchen, schwanger zu werden, sollten Sie daher das für Sie gesunde Gewicht anstreben. Ihr Arzt kann Ihnen Ihren individuellen Wert nennen.
Alle diese Stoffe sollten Sie meiden, wenn Sie schwanger werden möchten oder schwanger sind.
Das Rauchen aufzugeben, erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine glückliche Schwangerschaft und ein gesundes Kind. Um die Gefährdung durch Passivrauchen zu vermeiden, sollten Sie auch Ihren Partner zum Nichtrauchen motivieren.
Das Gleiche gilt für übermäßigen Alkoholgenuss während der Schwangerschaft. Der Verzicht kommt Ihrem Kind zugute.
Parallel dazu ist es wichtig, dass auch Ihr Partner den Genuss dieser Stoffe einschränkt oder idealerweise ganz darauf verzichtet, während Sie versuchen, schwanger zu werden. Nikotin, Drogen und Alkohol beeinflussen die Qualität des Spermas negativ.