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Beschwerdefreie Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind, können Sie selbst viel dafür tun, dass es Ihnen und Ihrem Baby gut geht. Manche Frauen fühlen sich vom Überangebot an Informationen überfordert, wenn sie gerade erst von ihrer Schwangerschaft erfahren haben. Deshalb fasst Clearblue auf dieser Website einige grundlegende Empfehlungen für eine beschwerdefreie Schwangerschaft zusammen. Wenn Sie Angst haben oder sich Sorgen machen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer Hebamme über Ihre Befürchtungen.
Tipps für eine beschwerdefreie Schwangerschaft
Die folgenden Tipps sollen Ihnen helfen, eine beschwerdefreie Schwangerschaft zu erleben und Ihrem Kind den besten Start ins Leben zu geben.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollten Sie bei Ihrem Arzt einen Termin zu einer Vorsorgeuntersuchung vereinbaren. Jetzt ist der richtige Moment, um sich über eine beschwerdefreie Schwangerschaft zu informieren und Risikofaktoren in Ihrem Lebensstil zu überdenken. Sagen Sie Ihrem Arzt, welche Medikamente Sie nehmen, und sprechen Sie über Impfungen. Vermeiden Sie Erkrankungen und Einflüsse, die Ihr ungeborenes Kind schädigen können.
Übergewichtige und untergewichtige Frauen können in der Schwangerschaft Probleme haben. Wenn Sie sich Sorgen wegen Ihres Gewichts machen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Normalerweise nimmt man während der Schwangerschaft zwischen 10 und 16 Kilogramm zu. Ihre Gewichtszunahme wird bei den Vorsorgeuntersuchungen routinemäßig geprüft.
Körperliche Fitness stärkt die Muskeln und hilft Ihnen, das zusätzliche Gewicht Ihres Ungeborenen zu tragen. Aber hören Sie auf Ihren Körper. Überanstrengen Sie sich nicht, vor allem wenn Sie vor der Schwangerschaft nicht viel Sport getrieben haben. Wenn anspruchsvolle Fitnessprogramme bisher kein fester Bestandteil Ihres Lebens waren, ist es ist nicht ratsam, während der Schwangerschaft damit zu beginnen.
Sportarten wie Yoga sind für Schwangere gut geeignet. Gleich für welche Fitness-Variante Sie sich entscheiden: Sagen Sie Ihrem Trainer, dass Sie schwanger sind, und vermeiden Sie riskante Sportarten wie Tauchen, Wasserski und Kontaktsport.
Ihr ungeborenes Baby hat nur eine Nahrungsquelle: das, was Sie während der Schwangerschaft essen und trinken. Man hört immer noch, eine Schwangere müsse für zwei essen, aber das stimmt nicht wirklich. Wenn Sie während der Schwangerschaft zu viel zunehmen, haben Sie nach der Geburt möglicherweise Probleme, Ihr altes Gewicht wiederzuerlangen. Viele Frauen berichten, dass sie sich während der Schwangerschaft an eine gesunde Ernährung gewöhnt und diese auf Dauer beibehalten haben.
Beachten Sie ein paar einfache Ernährungsempfehlungen, damit Sie und Ihr Baby gesund bleiben:
Kalzium
Schon in der 4. bis 6. Schwangerschaftswoche beginnen die Knochen Ihres Babys zu wachsen. Daher ist es wichtig, dass Sie viel Kalzium zu sich nehmen. Milch und Milchprodukte sind eine gute Kalziumquelle, aber auch Brokkoli, Ölsardinen (auch die Gräten!), Sojaprodukte und Sesamsaat. Bitte achten Sie aber darauf, nicht zu viele Milchprodukte mit hohem Fettgehalt zu essen.
Eiweiß
Neben Kalzium spielt Eiweiß eine wesentliche Rolle für die Entwicklung Ihres Ungeborenen. Versuchen Sie, drei Portionen Eiweiß pro Tag zu essen. Frischer Fisch, gegarte Eier, gut durchgegartes Fleisch, Hartkäse aus pasteurisierter Milch und Sojaprodukte sind hervorragende Eiweißlieferanten.
Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel
Nehmen Sie sich vor, jeden Tag mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse zu essen. So nehmen Sie ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe zu sich. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass Sie und Ihr Baby alle notwendigen Nährstoffe erhalten, können Sie zusätzlich zu einer gesunden Ernährung noch Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Aber nicht alle Präparate werden für Schwangere empfohlen. Achten Sie darauf, ein geeignetes Mittel zu wählen.
Ärzte und Gesundheitsbehörden raten bei Kinderwunsch oder bestehender Schwangerschaft zur Einnahme von Präparaten mit einer Dosis von 400 µg Folsäure pro Tag bis in die zwölfte Woche der Schwangerschaft. Folsäurehaltige Nahrungsergänzungsmittel unterstützen die gesunde Entwicklung des kindlichen Rückenmarks.
Kohlenhydrate
Es wird empfohlen, mindestens 4 bis 5 Portionen Kohlenhydrate pro Tag zu essen, also zum Beispiel Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Vollkornbrot. Kohlenhydrate sind Energielieferanten. Wenn Sie Vollkornbrot, -nudeln oder -reis essen, nehmen Sie außerdem mehr Ballaststoffe auf. Die helfen gegen die in der Schwangerschaft häufig auftretende Darmträgheit.
Vermeiden Sie:
- Alkohol – Im Interesse der gesunden Entwicklung Ihres Babys sollten Sie während der Schwangerschaft überhaupt keinen Alkohol trinken.
- Tee und Kaffee – Ein völliger Verzicht ist nicht nötig, aber halten Sie sich bei koffein- und teinhalten Getränken etwas zurück. Die Wirkung von Koffein auf das Ungeborene ist noch nicht genau bekannt. Deshalb empfehlen die meisten Ärzte, in der Schwangerschaft nicht mehr als 200 mg Koffein1 pro Tag zu konsumieren.
Rohe Eier, rohes oder nicht durchgegartes Fleisch oder Meeresfrüchte können Salmonellen oder andere Organismen enthalten, die eine Lebensmittelvergiftung hervorrufen könnten.
- Nicht pasteurisierte Milchprodukte, Leber/Leberpastete oder auch nicht erhitzte Fertigmahlzeiten können Listerien enthalten. Eine Infektion mit diesen Bakterien kann zu einer Fehl- oder Todgeburt führen.
Bitte sagen Sie Ihrem Arzt, welche Medikamente Sie nehmen, auch wenn es sich um ein nicht verschreibungspflichtiges Präparat handelt. Wenn Sie ein rezeptfreies Medikament kaufen, lesen Sie immer im Beipackzettel nach, ob es für schwangere Frauen zugelassen ist. Am besten lassen Sie sich vom Apotheker oder der Apothekerin ein für Schwangere geeignetes Mittel empfehlen.
Erreger der Toxoplasmose ist der Parasit Toxoplasma gondii. Die Krankheit verläuft in der Regel fast symptomfrei, manchmal kommt es zu leichten grippeähnlichen Beschwerden. Eine Toxoplasmose während der Schwangerschaft kann jedoch den Fötus und insbesondere die Augen des Babys schwer schädigen. Toxoplasmose kann auch zu einer Fehl- oder Todgeburt führen. Sie können sich mit dem Parasiten infizieren, wenn Sie ungewaschenes Gemüse oder nicht durchgegartes Fleisch essen oder in Kontakt mit Katzenkot kommen (zum Beispiel beim Säubern der Katzentoilette oder bei der Gartenarbeit). Waschen Sie daher Obst und Gemüse immer vor dem Verzehr, und essen Sie nur durchgegartes Fleisch. Tragen Sie bei der Gartenarbeit oder beim Leeren und Säubern der Katzentoilette Handschuhe.
Tabak und Drogen sind sehr schädlich. Ihr Baby raucht an jeder Zigarette mit, die Sie sich anzünden. Deshalb sollten Sie unbedingt versuchen, diese Substanzen völlig zu vermeiden. Versuchen Sie, weniger Kaffee zu trinken und, wenn möglich, auf Zigaretten und Alkohol ganz zu verzichten. Illegale Drogen sind auch für Ihr Baby schädlich. Ihr Arzt kann Ihnen helfen, während der Schwangerschaft ohne diese Substanzen auszukommen, oder er überweist Sie an eine Beratungsstelle.
Bitte sagen Sie Ihrem Zahnarzt vor Beginn der Behandlung, dass Sie schwanger sind, weil manche Zahnbehandlungen Auswirkungen auf die Gesundheit Ihres Kindes haben können. Gehen Sie aber unbedingt regelmäßig zur Vorsorge, weil es während der Schwangerschaft häufig zu Zahnfleischentzündungen kommt. Hier kann der Zahnarzt frühzeitig helfen.
Die meisten Arbeitsplätze bergen keine Gefahr für schwangere Frauen. Vermeiden Sie jedoch Röntgenstrahlung und giftige Chemikalien. Außerdem sollten Sie keine mittelschweren oder schweren Lasten heben. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei der Abteilung für Arbeitsschutz oder Arbeitsmedizin.
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